Pfarrgemeinde Salzburg-Herrnau
Kirche zur Hl.Erentrudis
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Dienstag, 11. Dezember 2018
Ablauf der Taufe Drucken

Der Regelfall bei uns ist nicht die Taufe eines Erwachsenen, sondern die von Kindern. Es ist nachvollziehbar, dass gläubige Eltern ihre noch nicht entscheidungsreifen Kinder zur Taufe bringen: Es zeigt, dass die durch die Taufe zum Ausdruck gebrachte Liebe Gottes ein Geschenk und nicht Verdienst des Menschen ist.

Die Taufe von Kindern ist daher nur dann sinnvoll, wenn die Kinder in diese Beziehung mit Gott hineinwachsen. Das geschieht wie selbstverständlich, wenn die wesentlichen Bezugspersonen des Kindes diese Beziehung mit Gott leben - ähnlich wie sie auch anderes, wie z. B. die Mutersprache übernehmen.

 

Ablauf der Kindertaufe

 

Teil 1: Empfang vor der Kirche:

Die Eltern stellen ihr Kind mit Namen vor und bitten um die Taufe; sie erklären sich bereit, das Kind im Glauben und Leben zu begleiten.

 

Bezeichnung mit dem Kreuzzeichen: Taufspender, Eltern, Paten, Angehörige und (wenn gewünscht) Gemeindemitglieder "segnen" das Kind.

Dann wird das Kind in die Kirche getragen. Es wird durch die Taufe Teil der Kirche - Teil der Gemeinschaft der Getauften.

 

Teil 2: Wortgottesdienst: /am Beginn ev. Lied/ 

Lesung aus der Bibel: Gott kommt quasi selbst zu Wort.

 

Anrufung der Heiligen: Im biblischen Sinn sind alle Menschen, die zu Gott gehören, "heilig". In diese große Gemeinschaft der "Heiligen", eine Gemeinschaft die über den Tod hinausreicht, wird das Kind aufgenommen. Es wird sozusagen "willkommen geheißen".

 

Fürbitten: In verschiedensten Bitten wird Gott für das Kind, seine Eltern und andere Menschen gebeten. Die Fürbitten bereitet nach Absprache mit dem Taufspender - die Familie vor.

 

Teil 3: Spendung der Taufe:

Taufwasserweihe: Wasser ist ein Zeichen von Leben und Reinigung. Dem Kind wird dadurch zum Ausdruck gebracht, dass ihm Gott die Fülle des Lebens schenkt, ein Leben, das nicht mehr "totzukriegen" ist. Der ewige Tod und die Sünde werden ein für alle Mal abgewaschen. Dafür wird frisches Wasser vorbereitet und gesegnet.

 

Absage und Glaubensbekenntnis: Noch kann das Kind keine Entscheidung treffen, aber es wird in die Lebensweise seiner Eltern hineinwachsen. Daher erklären hier Eltern, Pate/in und die anwesende Pfarrgemeinde, dass sie dem Bösen eine Absage erteilen ("Ich/Wir widersage/n!") und bekennen, dass sie in ihrem Leben Gott vertrauen ("Ich/Wir glaube/n!").

"Ich glaube" bedeutet in diesem Fall nicht "für wahr halten", sondern deutet an, dass man Gott vertraut.

 

Spendung der Taufe: Grundidee: Der Täufling wird dreimal unter Wasser getaucht zum Zeichen (Du bist mit Christus der Sünde gestorben  und bist in Christus zum neuen Leben erstanden). Im Regelfall wird dies durch ein dreimaliges Übergießen mit Wasser ersetzt. Die Mutter hält nun das Kind und  der Taufspender spricht folgende Worte:

 

N. (Vornamen), Ich taufe dich im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.

/ev. Lied/

 

Taufe - von Gott als Kind angenommen, mit neuem, ewigen Leben beschenkt, gebadet in der Liebe Gottes. Ihm für's Leben anvertraut - unwiderruflich!

 

Deutende Riten:

Mit drei Symbolen soll das, was den Kindern in der Taufe geschenkt wird, deutlich werden:

  • Salbung mit Chrisam
    Ein frisch gebadetes Kind wird eingecremt - es soll gesund bleiben. Bei Wunden, Unreinheiten oder Ähnlichem verwendet man Cremen, Öle oder Salben. In früheren Zeiten wurden die wichtigsten Leute für Ihre Ämter (Priester, Propheten, Könige) "gesalbt". Auch Jesus war ein Gesalbter, denn Christos ist griechisch und bedeutet der Gesalbte.
    Getaufte werden gesalbt. Ihnen ist Heil und Leben von Gott garantiert, sie sind vor Gott so bedeutend, wie jeglicher Prophet oder König, gehören für immer zu diesem "Gesalbten" Jesus Christus.
  • Das weiße Taufkleid
    Dem Neugetauften wird das Taufkleid überreicht. Das weiße Kleid ist Zeichen der Freude, Reinheit,des Lebens und der Unschuld. Wenn sich auch im Laufe des Lebens so mancher "Fleck" abzeichnen wird, ändert das nichts daran, dass die Grundfarbe des Herzens vor Gott für immer weiß, hell und strahlend bleibt.
  • Die Taufkerze
    Die brennende Osterkerze ist Symbol für den auferstandenen Jesus Christus, der das Dunkel der Welt und auch des persönlichen Lebens hell macht. Das Kind - beziehungsweise dessen Paten - erhält nun seine kleine Osterkerze: Christus hat ihm in der Taufe Auferstehung und Leben geschenkt!

 

4. Teil - Abschluss der Tauffeier (beim Hauptaltar)

Vater unser:  Gemeinsam dürfen wir uns als Kinder Gottes bekennen, für das Kind und füreinander beten.

 

Abschließend werden Eltern und Paten gesegnet.

/ev. Lied/